Die Indische Riesengottesanbeterin: Ein Klassiker für jeden Mantidenliebhaber
Die Hierodula membranacea, auch bekannt als Indische Riesengottesanbeterin, ist nicht ohne Grund eine der beliebtesten Mantidenarten. Ihre beeindruckende Größe, robuste Natur und Vergebung kleinerer Haltungsfehler machen sie zur idealen Wahl für Einsteiger und einem faszinierenden Schützling für erfahrene Züchter.
Die Indische Riesengottesanbeterin (Hierodula membranacea) ist der absolute Klassiker unter den Gottesanbeterinnen. Warum? Weil sie wunderschön groß wird, extrem robust ist und kleine Haltungsfehler verzeiht. Sie ist damit das perfekte Einsteigertier, aber auch für erfahrene Halter immer wieder ein Highlight.
Steckbrief im Überblick
ParameterWert / BeschreibungHerkunftSüd- und Südostasien (Indien, Sri Lanka, Thailand)GrößeWeibchen: bis 9 cm | Männchen: bis 7,5 cmLebenserwartungWeibchen: ca. 11–14 Monate | Männchen: ca. 6–8 MonateAggressivitätHoch (starker Kannibalismus, daher strikt einzeln halten)SchwierigkeitSehr gut für Anfänger geeignet
Das Terrarium: Größe und Einrichtung
Da Gottesanbeterinnen Lauerjäger sind, bewegen sie sich nicht allzu viel. Trotzdem braucht die Hierodula membranacea aufgrund ihrer stattlichen Größe ausreichend Platz.
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Mindestmaße: Für ein adultes Tier sollte das Terrarium mindestens 20 x 20 x 30 cm (L x B x H) groß sein. Größer (z. B. 30 x 30 x 40 cm) schadet nie.
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Wichtig – Die Decke: Mantiden verbringen fast ihr ganzes Leben kopfüber. Die Decke des Terrariums sollte daher mit Fliegengitter (Gaze) aus Kunststoff abgeklebt sein, damit sich das Tier dort festhalten und sicher häuten kann. Verwende kein Metallgitter, da dies die filigranen Füße (Tarsen) verletzen kann.
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Einrichtung: Viele Äste in verschiedenen Stärken und echte oder künstliche Pflanzen (z. B. Efeu oder Bromelien). Lass aber genug freien Raum, damit sich das Tier bei der Häutung nicht an Ästen stößt.
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Bodengrund: Eine Schicht aus Terrarienerde, Kokoshumus oder einem Erde-Sand-Gemisch hält die Feuchtigkeit gut.
Klima: Das Wohlfühlwetter
Hierodula membranacea ist recht tolerant, aber das optimale Klima sieht so aus:
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Temperatur: Tagsüber 24 °C bis 30 °C. Nachts reicht Zimmertemperatur (Zimmertemperatur sollte nicht dauerhaft unter 20 °C fallen). Ein kleiner Spotstrahler (z. B. 25 Watt) über dem Terrarium reicht meist völlig aus. Bitte keine Heizmatten von unten, da sich Mantiden bei Hitze instinktiv nach oben zurückziehen.
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Luftfeuchtigkeit: Tagsüber ca. 50–60 %, nachts darf sie durch das Sprühen auf 70–80 % steigen. Es reicht völlig aus, alle 1–2 Tage abends leicht zu sprühen. Das Tier trinkt dann auch die Wassertropfen von den Blättern oder Scheiben.
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Belüftung: Eine gute Doppellüftung (vorne und oben) ist wichtig, um tödliche Staunässe und Schimmel zu vermeiden.
Ernährung: Was kommt auf den Teller?
Diese Art ist eine extrem gierige Jägerin und frisst eigentlich alles, was sie überwältigen kann. Die Futtergröße sollte immer an die Größe der Mantide angepasst sein (etwa so groß wie der Oberkörper des Tieres).
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L1 bis L3 (Frisch geschlüpft bis klein): Kleine Fruchtfliegen (Drosophila melanogaster).
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L4 bis L6 (Mittlere Größe): Große Fruchtfliegen (Drosophila hydei), Goldfliegen, kleine Heimchen.
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Subadult bis Adult (Fast ausgewachsen bis ausgewachsen): Schmeißfliegen, Heuschrecken, Grillen, Schaben.
⚠️ Wichtig beim Füttern: Füttere nur so viel, wie das Tier in kurzer Zeit frisst. Übermütige Grillen oder Heimchen können eine Mantide während der empfindlichen Häutungsphase verletzen oder gar töten. Wenn das Abdomen (der Hinterleib) prall und rund ist, ist das Tier satt.
Die Häutung (Häutungsphase)
Wenn die Gottesanbeterin die Häutung ankündigt, stellt sie das Fressen ein und wirkt träge.
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Sprühe in dieser Phase leicht, um die Luftfeuchtigkeit etwas zu erhöhen (das erleichtert das Schlüpfen aus der alten Haut).
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Störe das Tier niemals, wenn es kopfüber an der Decke hängt und sich häutet. Nach der Häutung dauert es 1–2 Tage, bis der Panzer vollständig ausgehärtet ist. Erst dann darf wieder gefüttert werden.
Geschlechtsbestimmung
Ab etwa der 5. oder 6. Häutung (L5/L6) kannst du das Geschlecht durch das Zählen der Segmente auf der Unterseite des Hinterleibs bestimmen:
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Weibchen: Haben 6 Segmente. Das letzte Segment ist sehr groß und breit.
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Männchen: Haben 8 Segmente. Die Segmente sind insgesamt schmaler und gleichmäßiger.
Zudem haben adulte Männchen längere Antennen und sind deutlich schlanker als die massiven Weibchen.
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