
Idolomantis diabolica,
auch bekannt als die Große Teufelsblume.
Steckbrief: Idolomantis diabolica
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Herkunft: Ostafrika (u.a. Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien)
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Größe: Weibchen bis zu 13 cm, Männchen bis zu 10 cm
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Lebenserwartung: Weibchen ca. 11–12 Monate, Männchen ca. 7–8 Monate (Gesamtlebensdauer)
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Aggressivität: Interindividuell überraschend friedlich (Gruppenhaltung unter strikten Bedingungen möglich), aber extrem schreckhaft.
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Schwierigkeitsgrad: Experten-Art. Fehler bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit verzeiht diese Art kaum.
Das Terrarium: Platz und Einrichtung
Da es sich um sehr große Insekten handelt, die sich zum Häuten komplett lang machen müssen, ist die Terrariengröße entscheidend.
Maße (Mindestanforderungen)
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Einzelhaltung: Mindestens $30 \times 30 \times 45\text{ cm}$ (B x T x H). Mehr Höhe ist immer besser.
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Gruppenhaltung (ab L5): Für eine kleine Gruppe (z. B. 3 Tiere) sollte das Terrarium mindestens $45 \times 45 \times 60\text{ cm}$ groß sein.
Wichtige Einrichtung & Belüftung
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Doppelbelüftung / Gazekäfig: Idolomantis diabolica verträgt absolut keine Staunässe. Optimal sind Vollgaze-Terrarien (z. B. Flexarien) oder Terrarien mit sehr großzügigen Lochblech-/Gazeflächen an der Decke und der Front.
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Deckenbeschaffenheit: Die Decke muss mit Fliegengitter (Gaze) abgeklebt sein. Die Tiere verbringen fast ihr ganzes Leben kopfüber an der Decke. An Glas oder glattem Plastik können sie sich nicht halten und würden bei der Häutung abstürzen.
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Äste und Zweige: Dünne, verzweigte Äste im gesamten Terrarium, besonders im oberen Drittel. Am besten eignen sich raue Äste, an denen die Fangbeine guten Halt finden. Kunstpflanzen bieten zusätzlichen Sichtschutz.
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Bodengrund: Eine Schicht aus Erde-Sand-Gemisch oder Kokoshumus, um Feuchtigkeit kurzzeitig zu speichern.
Das Klima: Heiß und wechselhaft
Das A und O bei der Teufelsblume ist die Kombination aus hoher Temperatur und dem richtigen Rhythmus bei der Luftfeuchtigkeit.
ParameterTagsüberNachtsTemperatur$32\text{°C}$ bis $40\text{°C}$ (lokal im oberen Bereich)Absenkung auf $20\text{°C}$ bis $22\text{°C}$ (Zimmertemperatur)Luftfeuchtigkeit$40\%$ bis $50\%$ (eher trocken)Anstieg auf $70\%$ bis $80\%$ (simulierter Tau)
Wichtig: Um diese hohen Temperaturen zu erreichen, ist ein starker Halogenspot (über dem Terrarium angebracht, um Verbrennungen zu vermeiden) zwingend erforderlich. Ein Temperaturgefälle im Terrarium ist wichtig, damit die Tiere ihren Platz wählen können.
Sprühen: Nur abends sprühen, wenn das Licht ausgeht. Bis zum nächsten Morgen sollte das Terrarium durch die gute Belüftung wieder weitgehend abgetrocknet sein. Zu hohe Luftfeuchtigkeit tagsüber führt unweigerlich zu tödlichen Pilzerkrankungen.
Ernährung: Reine Fluginsekten-Jäger
Idolomantis diabolica ist spezialisiert auf fliegende Beute. Krabbelnde Insekten wie Schaben, Heimchen oder Grillen werden in der Regel ignoriert oder rufen Panik hervor. Zudem können Heimchen Krankheitserreger übertragen.
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L1 bis L3: Fruchtfliegen (Drosophila hydei und melanogaster), grüne Schmeißfliegen (Lucilia sericata).
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Ab L4 / L5: Goldfliegen, Schmeißfliegen, Fleischfliegen.
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Subadult / Adult: Große Brummer (Fleischfliegen), Wachsmotten, Seidenmotten, Heuschrecken (nur fliegende, wenn sie aktiv vor der Nase flattern).
Die Futtertiere sollten vor dem Verfüttern gut ernährt werden (z. B. Fliegen mit Honigwasser anfüttern), damit sie nahrhaft für die Mantide sind.
Häutung und Besonderheiten
Die kritischste Phase im Leben der Teufelsblume ist die Häutung, insbesondere die Adulthäutung (der Schritt zum fertigen Insekt mit Flügeln). Aufgrund ihrer Größe und der langen Gliedmaßen kommt es hier bei Haltungsfehlern (zu kalt, zu trocken oder zu wenig Platz nach unten) schnell zu Fehlhäutungen, die meist tödlich enden.
Vor der Häutung verweigern die Tiere die Nahrung und hängen träge an der Decke. In dieser Zeit darf auf keinen Fall lebendes Futter im Terrarium sein, das die Mantide stören könnte.
Gruppenhaltung
Im Gegensatz zu vielen anderen Mantiden-Arten zeigt Idolomantis diabolica ein recht geringes Maß an Kannibalismus – vorausgesetzt, es ist immer ein massives Überangebot an Fliegen im Terrarium vorhanden und die Tiere haben genug Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. Dennoch bleibt ein Restrisiko, besonders nach der Adulthäutung der Weibchen. Für Anfänger wird die Einzelhaltung dringend empfohlen.